....habt ihr mich gefunden
Wie unschwer zu erkennen ist bin ich Kontrabassist,
und habe mir die ins Gesicht geschriebenen Falten hart erspielt und stolz verteidigt.
Sehnsucht nach Lebensfreuden
Erfahrung durch Enttäuschung
Ausgeglichenheit in mir selbst
und immer wieder Zweifel, Fragen, schürfen nach dem Sinn und den Tiefen des Lebens.
Aber wie komm ich nun hierher?
Den Anstoss dazu bekam ich über die Seite von meg.
War ich doch eines Tages, oder des Nächtens im Netz unterwegs
und hab nach einem Linuxbefehl gesucht. Dabei bin ich über ihre Homepage gestolpert und mein erster Eindruck war "einfach genial",
mit so sinnlichen Inhalten und sinnvollen Strukturen das wesentliche auf den Punkt zu bringen. WOW!
Nun ja, von da an hat's mich auch gepackt. Da mich das arbeiten mit gut strukturierbaren Programmen wie z.B.
Lilypond oder
Texlive fasziniert, kam ich nicht drum herum mich auch mal mit
Selfhtml auseinander zusetzen.
Tja diese Nächte mit viel Tee und ne menge Fluppen machen schon Spass.....
Durch Zufall sah ich ein Video von Sophie Lücke auf dem
Kontrabass-Kaleidoskop
von Michelstein, und es hat mich in irgendeiner Art und Weise an Jaqueline Du Pre erinnert.
In den 80ern wohnte ich mit 2 Cellisten im 4ten und die mussten immer zu mir rüber um BumBum Boris in Wimbledon zu gucken weil die keine Flimmerkiste hatten (mittlerweile hab
ich keine mehr).
Irgendwann lief dann mal eine Sendung über Jaqueline Du Pre, ihrer Krankheit, ihrem Spiel, ihren Tod.
Das hat mich so dermaßen berührt, daß ich mehr wissen und hören wollte. Tage später ging ich in die AGB
und habe mir in einem Telefonzellen großem Kabuff über Kopfhörer das legendäre Cellokonzert von
Edward Elgar angehört.
Diese Frau hat bei mir einen Staudamm gesprengt, ich war so verheult das ich mich da fast nicht mehr raus traute.
Und das ist bis heute so geblieben. Es erwischt mich jedesmal wenn ich die Intensität und Emotionalität dieser Frau höre und spüre.
Auf jedenfall bin ich durch diesen glücklichen Zufall auf Schumann gestossen. Und weil mir dieser Ausdruck in der Melodieführung und das harmonische Gerüst so nah und vertraut ist
als wenn es schon immer in mir geschlummert hätte, kann ich da gerade nicht die Finger von lassen.
...wohl der Stolz einer jeden Mutter
das obige ↑ Bild entstand in der Toscana wo ich mit der Mutter unserer Tochter ein Sommerkurs durchgeführt habe. Sie (Italienerin),
gab italienisch Unterricht, und ich hab gekocht und die Zeit intensiv mit unserer damals noch 2 jährigen Tochter,
sowie fürs üben, genutzt.
Und die Zeit ist im fluge vergangen, jetzt ist sie schon eine Signorina und die Erinnerung daran ist, als wäre es erst
gestern gewesen.
Ich liebe die italienische Küche und das damit verbundene Lebensgefühl, den kleinen schwarzen und das Spiel mit der Koketterie.
Man sagt mir nach das ich ganz gut kochen kann, immerhin durfte ich als einziger der ganzen Familie in die Küche, nicht
mal mein Ex Schwiegervater (ich vermute er zockt gerade den Lieben Gott beim "briscola" oder "tre sette" ab), ein Herz von Mensch,
hatte dort Zutritt.
“Meine Lieblingsgeigerin”
Deborah hat mich quasi entjungfert bezüglich der Darbietung klassischer Musik vor breitem Publikum.
Ihr Lieblingsausgleich zum "anstrengenden" Musizieren --
Sie ist eine ausgezeichnete Kletterin, zieht dem Pharao die letzten Hieroglyphen
aus der Nase und wandert für ihr Leben gern in
wolkenumhangenen Bergen herum, woraus letztes Jahr das Projekt "Gipfeltreffen" entstand. Chaconne und
Partiten von Bach auf dem Gipfel vom Großglockner gespielt.
Kennen und schätzen gelernt haben wir uns bei “Zigan-tzigan”, wo wir gemeinsam abgeräumt haben.
Die wilde Lust des musizierens auf der Bühne ausgelebt.
Seitdem haben wir viele gemeinsame Projekte bestritten woraus eine innige Verbundenheit entstand, die auch nicht vor der Auseinandersetzung
mit nicht immer greifbaren Plausibilitäten halt machte.
Tja und jetzt ist ihr ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen. Ich bringe Sie am Sonntag zum Flughafen
damit sie in ein Fliegschiff steigt und endlich mit dem "SOB" als Erste Geigerin auf Tournee gehen kann. Na also, geht doch.